regenwassernutzung.at, Wieviel Wasser brauchen wir?
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alleine für Österreich und Deutschland einem täglichem Trinkwasserverbrauch von ca. 2.000.000 Millionen Kubikmeter.
Und das vor allem für untergeordnete Bereiche wie WC-Spülung,
Wäsche waschen und Körperpflege.
Nur 2% des Lebenselexiers werden zum trinken und kochen verwendet, dabei sind alle Lebensprozesse untrennbar mit dem Wasser verbunden.

Regenwasser kann und soll anstatt Trinkwasser für die Toilettenspülung
und als Gartenwasser verwendet werden. Das wären ca. 35 - 40 % unseres Trinkwasserbedarfs und somit könnten wir unseren Beitrag für das ökologische Gleichgewicht in den nächsten Jahren leisten.
Denn es gibt Millionen von Menschen die keinen Zugang zu trinkfähigem Wasser haben. Allein schon der Gedanke müsste uns davon überzeugen etwas dagegen unternehmen zu müssen.

Für den Menschen ist Süßwasser zugleich wichtigstes Lebensmittel und Grundlage für die Erzeugung aller Nahrungsmittel. Die weltweit zu beobachtende Verknappung der Süßwasserressourcen, resultierend aus der Überbevölkerung, geht mit Schäden an den Ökosystemen einher, begrenzt die Ausweitung der Nahrungsmittelproduktion, bedroht die menschliche Gesundheit und ist Gegenstand regionaler Verteilungskonflikte. Die Verschmutzung von Grundwasser, Fließgewässern und Weltmeeren übt zusätzlichen Druck auf die Wasserressourcen aus.

WASSERKNAPPHEIT

Zwischen 1900 und 1995 hat sich die globale Wasserentnahme mehr als versechsfacht und ist damit mehr als doppelt so schnell gewachsen wie die Weltbevölkerung.
Die Frischwasservorkommen sind global sehr unterschiedlich verteilt. Während in wasserreichen Regionen wie dem Amazonas und dem nördlichen Amerika (Kanada/Alaska) nur ein Bruchteil der Ressourcen genutzt wird, liegt dieser Anteil in anderen Zonen bei fast 90 %.
ca. 30ig Länder sind heute von Wasserknappheit oder absolutem Wassermangel betroffen.
Innerhalb der nächsten 25 Jahre wird Wasser voraussichtlich
in ca. 50 Ländern knapp.

Probleme und Ursachen

Der zunehmende Druck auf die Wasserressourcen ist neben dem Bevölkerungswachstum auf die Zunahme von Bewässerungslandwirtschaft sowie industrieller und privater Nutzung zurückzuführen. Die Landwirtschaft ist dabei mit 70 % der mit Abstand größte Nutzer. Der steigende Nahrungsmittelbedarf der Weltbevölkerung wird heute bereits zu 40 % von bewässerten Landwirtschaftsflächen gedeckt, die einen Anteil von nur 17 % an der gesamten Landwirtschaftsfläche haben (70 % dieser Flächen liegen in Asien). Ein Großteil der in den letzten Jahrzehnten erreichten Steigerung der Nahrungsmittelproduktion wäre nicht ohne die Ausweitung der Bewässerung möglich gewesen. Der Wasserverbrauch der Landwirtschaft hat allein seit 1960 um 60 % zugenommen. Problematisch ist dabei die zunehmende Beanspruchung von Grundwasserreserven, die sich nur langsam erneuern und gleichzeitig die wichtigste Trinkwasserquelle für den Menschen darstellen. Demnach sind weltweit mehr als die Hälfte der großen Flüsse stark verschmutzt oder von Austrocknung bedroht.

Zu den am stärksten gefährdeten Flüssen gehören.

  • der Gelbe Fluss in China, der zusammen mit zwei weiteren Flüssen 400 Mio. Menschen in der nordchinesischen Ebene versorgt. 1997 versickerte er an 226 Tagen vor Erreichen der Mündung
    die in den Aralsee mündenden Amudarja und Syrdarja.
  • Die in den Aralsee fließenden Wassermengen haben sich seit Anfang der sechziger Jahre um drei Viertel reduziert, der Pegel des Sees ist in der Folge um 16 Meter gefallen. Zusammen mit Einträgen von Düngern und Pestiziden aus dem Baumwollanbau trägt dies dazu bei, dass die Region die höchste Kindersterblichkeit aller Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion aufweist. 20 der ehemals 24 Fischarten des Aralsees sind verschwunden
  • der Colorado River im Südwesten der USA, der zur Bewässerung von 1,5 Mio. ha Farmland benutzt wird. Seine intensive Nutzung führt zur Versalzung flussnaher Ökosysteme und zur Ausbeutung von Grundwasservorkommen im unteren Flusslauf
  • der Nil, dessen Wassermengen zu 90 % zur Bewässerung verwendet werden bzw. in künstlichen Reservoirs ungenutzt verdampfen
    die Wolga, an deren Ufern 61 Mio. Menschen leben. Nur 3 % ihres Oberflächenwassers können als sichere Trinkwasserressource gelten. Jedes Jahr werden 42 Mio. t giftiger Substanzen im Wolga-Becken eingelagert
  • der Ganges, der 500 Mio. Menschen in Indien und Bangladesch versorgt. In der Trockenzeit führt er nur noch so wenig Wasser, dass einzigartige Feuchtgebiete im unteren Flusslauf von der Zerstörung bedroht sind;
  • Nur zwei der 500 größten Flüsse können als gesund eingestuft werden: der Amazonas und der Kongo.

Im Gegensatz zum globalen Klima oder zur stratosphärischen Ozonschicht handelt es sich bei den Süßwasserreserven um nationale oder regionale Güter. Zu ihrem Schutz bedarf es nationaler und länderübergreifender Strategien. Aus der Abhängigkeit von Süßwasserzuflüssen aus Nachbarstaaten können Konflikte resultieren, vor allem dann, wenn Wasserknappheit herrscht und die Nutzung des Flusswassers nicht über Verträge geregelt ist.

Wie der drohenden Wasserknappheit in vielen Entwicklungsländern begegnet werden könnte, beschreibt die im August 1998 unter der Ägide des Weltwasserrates gegründete Weltwasserkommission vorgelegten Bericht. Das von 2000 bis 2025 reichende Szenario sieht Investitionen in effiziente Bewässerungstechniken, Wasser- und Abwasseraufbereitung in Höhe von 180 Mio. US$ pro Jahr, insgesamt 4.500 Mio. US$ vor. Diese Investitionen müssten vor allem aus der Privatwirtschaft kommen und durch kostendeckende Wasserpreise stimuliert werden.

Der Schutz des Grundwassers erfordert besondere Aufmerksamkeit, da in Deutschland 73% des Trinkwassers aus ihm gewonnen werden. Daten zur Beschaffenheit des Grundwassers liegen bis heute nicht länderübergreifend und bundesweit vergleichbar vor. In den östlichen Bundesländern wurden die Messsysteme in den neunziger Jahren vereinheitlicht, so dass jetzt erste Aussagen über die Beeinflussung der Grundwasserqualität möglich sich. Demnach sind 62,5% der ostdeutschen Grundwasservorkommen durch menschliche Aktivitäten beeinträchtigt.

 

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